Schneckenfraß
Vorbeugung und Bekämpfung
30.07.2010 // Sommer
Diese Meldung wird Ihnen präsentiert von: Einkaufen-In-Dinslaken.de Die Redaktion

Gefräßige Schleimer ziehen auf der Suche nach frischem Grün durch Ihren Garten.
Wir räumen gleich mal mit einem alten Vorurteil auf:
Ein harter und langer Winter macht den Schnecken nicht wirklich etwas aus. Schließlich sind sie seit Jahrtausenden an unser Klima angepasst. Die Minusgrade werden von den überwinternden Eiern sehr gut verkraftet. Ist der Winter dagegen feucht-warm, ist dies für die Schnecken schon eher problematisch. Sie schlüpfen dann verfrüht aus den Eiern und gehen durch Verpilzung und durch Nahrungsmangel zugrunde. In feuchten Sommern verbreiten sie sich geradezu explosionsartig. Manche Gärtner versuchen ihren Salat durch Schneckenzäune zu schützen, aber dies hilft nur auf begrenzt kleinem Raum. Der Schutz von Staudenbeeten und anderen Bereichen kommt ohne die Hilfe von Schneckenkorn nicht aus. Dieses sollte man bei den ersten Anzeichen von Schneckenfraß breitflächig zwischen die Bepflanzung streuen. Manchmal muss man damit schon früh im Jahr beginnen, etwa im März und es später noch mehrmals wiederholen. Der Wirkstoff Eisen-III-Phosphat, der in dem Korn enthalten ist, kommt auch im Gartenboden vor. Das Schneckenkorn gelangt in den Verdauungstrakt der Schnecken und verändert dort die Zellen. Die Schnecke stellt das Fressen ein und verkriecht sich in den Boden. Dort verendet sie. Schneckenkorn ist für andere Tiere unbedenklich. Es schont Igel ebenso wie Vögel, Regenwürmer, Bienen und andere Nützlinge.
Schnecken sind Zwitterwesen, sie haben sowohl männliche als auch weibliche Geschlechtsorgane. Meist im Herbst nach der Befruchtung legen sie ihre Eier in die Erde. Im darauf folgenden Frühjahr schlüpfen die kleinen Schnecken und es beginnt ein neuer Kreislauf. Der Körper einer Schnecke besteht zum überwiegenden Teil aus Wasser, deshalb ist übermäßiger Wasserverlust ihr größter Feind. Während einer ausgedehnten Trockenzeit verkriechen sie sich in den Boden. In der Dämmerung und an feuchten, regnerischen Tagen kommen sie dann wieder aus ihrem Versteck und machen sich über das frische Grün oder auch über Früchte und Gemüse her.
Was man vorbeugend tun kann:
Stark gefärdete Bereiche des Gartens muss man mit Schneckenzäunen schützen. Ausserdem hilft es, den Boden oft zu lockern, denn dadurch werden die Schlupfwinkel der Schnecken zerstört. Fördern Sie Igel und andere Nützlinge durch Reisighaufen und liegengelassenes Laub, das als Versteck dient. Gießen und Wässern Sie Ihren Garten nur in den frühen Morgenstunden, damit Oberflächen nicht so lange feucht bleiben. Darauf kriecht es sich nämlich besonders gut. Streuen Sie vorbeugend Schneckenkorn.
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