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Handball beim MTV Rheinwacht Dinslaken

Florian Körner trifft in der letzten Sekunde

30.01.2017 // Sport

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MTV Rheinwacht Dinslaken
Heinz
Buteweg

 

Florian Körner trifft in der letzten Sekunde

Dinslaken. Handball-Oberligist MTV Rheinwacht Dinslaken hätte in der Schlussphase gegen den TSV Aufderhöhe fast noch den Sieg verschenkt. Von Bernd Vennemann

Am Ende waren sich alle einig: Eigentlich ging es in der Partie zwischen den beiden Handball-Oberligisten MTV Rheinwacht Dinslaken und dem TSV Aufderhöhe aus Solingen um nicht mehr viel. "Aber wir wollten nach der schwachen Leistung gegen Königshof unbedingt zeigen, dass wir ins obere Drittel der Liga gehören," sagten MTV-Trainer Harald Jakobs und freute sich natürlich darüber, dass das seiner Mannschaft am Ende mit dem 28:27 (16:12) auch gelungen war.

Und doch hing der Sieg am seidenen Faden. Denn die von ihrem prominenten Trainer Max Ramota - einem früheren Nationalspieler - unermüdlich angetriebenen Gäste aus dem Bergischen hatten gerade mal zehn Sekunden vor Schluss durch ihren erfolgreichsten Werfer Frank Berblinger zum 27:27 ausgeglichen. Da schnappte sich Florian Körner nach der schnellen Mitte den Ball und hämmerte ihn aus gut zwölf Metern in den Winkel des TSV-Kastens. Solingens Keeper Fabian Mann konnte das Leder nicht mehr erreichen, da er gerade auf dem Weg zurück in sein Gehäuse war, weil sein Team zuvor mit sieben Feldspielern agiert hatte.

So blieben am Ende beide Punkte in Dinslaken. Zudem hatte der MTV zum Auftakt der Rückrunde erfolgreich Revanche für die im Hinspiel nach bescheidener Leistung erlittene Niederlage genommen. Das schaffte die Mannschaft mit einer geschlossenen Leistung, obwohl zuvor mit dem erkrankten Maximilian Reede und dem verletzten Sebastian Brandscheid zwei wichtige Akteure nicht dabei sein konnten. Dafür machten zwei Leute deutlich, welch großes Potenziel doch in ihnen steckt. Zum einen Philipp Tuda. Der Mittelmann hatte in dieser Saison eine Menge Kritik einstecken müssen, weil er bisher einfach nicht an die Leistung anknüpfen konnte, die man von ihm gewohnt war. Gestern aber war er mal wieder ganz der Chef auf der Platte, stand gut in der Abwehr und traute sich auch im Abschluss wieder etwas zu.

Außerdem durfte Steffen Hahn diesmal einige Male jubelnd abdrehen. Zwar hatte er nach dem Geschmack vieler Zuschauer erneut nicht genügend Spielzeit bekommen. Doch als der Linkshänder zunächst vor der Pause auf Rechtsaußen zwei blitzsaubere Treffer erzielt hatte, schien bei ihm der Knoten geplatzt. Zwar musste er nach dem Wiederbeginn zunächst erneut auf die Bank. Doch im Verlaufe der zweiten Hälfte durfte er auf Halbrechts ran und steuerte zwei weitere Tore bei.

Natürlich fand Harald Jakobs vor dem Kreisderby am kommenden Freitag bei der HSG Wesel noch so einige Haare in der MTV-Suppe. "Wir waren in der Abwehr viel zu passiv, haben die Angreifer nicht rechtzeitig angenommen, so dass sie immer wieder in die Nahtstellen gehen oder den Kreisläufer anspielen konnten", bemängelte der Trainer das Deckungsverhalten seiner Mannschaft. Gegen dieses System der zum großen Teil aus Routiniers bestehenden Solinger Mannschaft taten sich die Dinslakener zwar schwer, doch aufgrund ihrer Konsequenz im Abschluss kompensierten sie die Tore, die der TSV per Siebenmeter erzielte. Frank Berblinger verwandelte alle sieben ganz sicher.

Die zur Halbzeit herausgeworfene Führung tranportierte der MTV eigentlich über die gesamte zweite Hälfte. Doch einige recht kuriose Schiedsrichterentscheidungen ließen die Partie in den letzten fünf Minuten wieder spannend werden. So gab es ein Herzschlagfinale mit dem besseren Ende für den MTV.

MTV: Banning, Bell; B. Schwengers, E. Schwengers (1), Jakobs, Jankowski (7/3), Höffner (3/1), Hahn (4), Lösche (3), Ahls (1), d'Auria (1), Körner (3), Tuda (5).

Quelle: RP

 

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